Nachsatz
Schon im Jahr 1228 wurde Franziskus durch den Papst heilig gesprochen.
Franziskus wichtigste Glaubensgrundsätze lagen in der absoluten Armut und der demütigen Freundschaft und Hilfsbereitschaft allen
Geschöpfen und Schöpfungen Gottes gegenüber.
Dies wird besonders in dem von ihm verfaßten Sonnengesang deutlich, in dem er Sonne und Sterne, Luft und Feuer, aber auch Schmerzen
und Tod seine Brüder und Schwerstern nennt und Gott für alle seine Schöpfungen preist.
Aus diesen Grundsätzen erwuchsen auch viele Legenden. So wird Franziskus nachgesagt, er habe mit Tieren sprechen können - er habe
vor Vögeln gepredigt und während seiner Fastenzeit mit Hasen gesprochen. Die mitunter bekannteste Legende aber ist folgende:
Nahe des kleinen Städtchens Gubbio trieb ein Wolf sein Unwesen, der die Einwohner der Stadt in Angst und Schrecken versetzte.
Franziskus wollte ihm entgegentreten, aber die Bürger warnten ihn und hatten Angst, da der Wolf schon viele schwer verletzt und sogar
getötet hatte. All das beeindruckte Franziskus jedoch nicht. Unbewaffnet und ohne Schild ging er in den Wald. Als er den Wolf dort
antraf, fiel dieser ihn jedoch nicht an - Franziskus sprach zu ihm, nannte ihn seinen Bruder und versprach ihm, ab jetzt für seine Nahrung
zu sorgen. Seit diesem Tage ging der Wolf friedlich in Gubbio ein und aus, und die Anwohner versorgten ihn mit Freßbarem, ohne daß
ihnen noch eine Gefahr drohte. Der Wolf und die Einwohner von Gubbio lebten so im friedlichen Einklang miteinander, bis der Wolf an
Altersschwäche starb.